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Der alte Ackermann
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Gedichteforum -> Helle Gedichte
Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #1 vom 06.04.2020, 14:11  Titel: Der alte Ackermann  

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Der alte Ackermann

Ich seh ihn auf die Magd gebeugt.
So wurde ihr ein Balg gezeugt.
Doch später dann am Rand des Stalls,
drückt er die Sichel ihr zum Hals.
Der Stahl er gleitet flüssig ein,
somit gibt es kein Mägdelein.

Er hatte sie zwölf mal gewetzt,
und oftmals durch den Hof gehetzt.
Nun setzt er glatt die letzten Schnitte,
zertückelt sie ab Leibesmitte.

Ich seh ihn mit dem weißen Huhn,
was wird er mit dem Gacker tun?
Er beißt ihm ab den Kopf und Kamm,
das Chicken fliegt zum Buchenstamm,
sein Kopf gackert im Maul des Alten,
das läßt den Kind-Sinn mir erkalten.

Nun sitzt er da am Lebensabend,
rundum sieht man die Kühe labend.
Ich hab sein Pfeifchen heiß geschärft,
die Explosion hat ihn zernervt.
Sein Aug ist trüb die Glieder beben,
so zischt der Alte aus dem Leben,

Mit seinem scharfen Taschenmesser,
schlitz ich ihn auf und fühl mich besser.
Die Uhr aus Gold, das sei gesagt,
bekommt das Kind der toten Magd.
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Brigitte

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BeitragBeitrag #2 vom 06.04.2020, 15:36  Titel:   

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Lieber Ralf, Dein Gedicht ist, wie jedes von Dir, Bombe.

ABER, da stimmt was nicht im Gedankengang, überdenke das nochmals, da ist ein kleines Blackout eingebaut.

Vers 6 der ersten Strophe: > somit gibt es kein Mägdelein <

Vers 3 und 4 der letzten Strophe:
> Die Uhr aus Gold, das sei gesagt,
bekommt das Kind der toten Magd.>

Wenn die Magd tot ist, woher kommt das Kind?
Hat sie vorher schon eines geboren, bevor er sie getötet hat?

Liebe Grüße und bleibt gesund, Du und Deine Mutter und Deine Freunde,

Brigitte
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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #3 vom 08.04.2020, 22:36  Titel:   

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servus -

ich dachte dass es sich erklärt dass die magd das kind bekam. denn der alte ermordet sie SPÄTER DANN AM STALL. später ist dehnbar. von der geburt wollte ich nichts erwähnen, denn die sollte sich ergeben.

Viele liebe Grüße!
r


aber für dich schnell hier rein gereimt:


Das Kind der Magd ward schon geboren,
doch war ihr Schicksal nun verloren.
Die Ackerfrau war voll mit Wut,
was kaum der Stmmung Gutes tut.

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Brigitte

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BeitragBeitrag #4 vom 09.04.2020, 16:57  Titel:   

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Danke Dir, Ralf,

das ist Auslegungssache.

Ich habe unter "Mägdelein" das Kind verstanden.

Wenn er sie, die Magd, nach der Vergewaltigung umbringt,
kann sie kein Kind = Mägdelein mehr kriegen, fallls er sie geschwängert hätte.

So habe ich das interpretiert. Ich denke, Dein Gedicht lässt diese Denkweise durchaus zu.

Du, das erklärt sich nicht von selber, dass die Magd das Kind bekommt, bevor er sie ermordet. Allerdings mit dem letzten Vers eher schon. Da ist man dann überrascht. Es hat eine Überraschungswende, stelle ich gerade fest, mit der man eigentlich nicht mehr rechnet.

Gar nicht so übel, Dein Gedicht.

Liebe Gründonnerstagsgrüße,
Brigitte
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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #5 vom 09.04.2020, 22:03  Titel:   

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Er hatte sie zwölf mal gewetzt,
und oftmals durch den Hof gehetzt.


daran kannst ablesen dss es ein perm-rape war,

+ du wirst noch staunen was dazu für eine illustration kommt. ich arbeiet intensiv am buch

KALAMITÄTEN
von
ZWERGEN
und
ANDEREN GRÖSSEN

mit etwa 120 texten und teils grauenvollen illustrationen




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Brigitte

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BeitragBeitrag #6 vom 09.04.2020, 22:21  Titel:   

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[size=12]>drückt er die Sichel ihr zum Hals.
Der Stahl er gleitet flüssig ein,
somit gibt es kein Mägdelein.

Er hatte sie zwölf mal gewetzt,
und oftmals durch den Hof gehetzt.

Nun setzt er glatt die letzten Schnitte, <


Das Wetzen und durch den Hof hetzen,
bezieht sich meiner Interpretation nach auf die Sichel.

Er hat die Sichel gewetzt und die Sichel durch den Hof gehetzt,
bis er sclließlich mit der Sichel die letzten Schnitte setzt.

Du hast hier etwas ganz Fantastisches geschrieben,
das kannst Du selber gar nicht erkennen, oder ich nicht.

Siehst Du, wie lustig das ist, ich muss die ganze Zeit lachen, obwohl es Mord ist, ich verstehe ganz was anderes wie Du als Verfasser.

Ich freue mich schon auf Deine Zeichnung.



HG Brigitte

PS PERM-RAPE noch nie gehört oder gelesen. Was ist das?
Google übersetzt mit "Dauerwelle".[/size]
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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #7 vom 11.04.2020, 13:47  Titel:   

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servus Brigitte -

na ja das stimmt natürlich wie du es teil-analysiert hattest, nur: die sichel kann er nicht über den hof gehetzt haben. oder? dass der text fantastisch ist stieg nicht in dn dunstbereich meiner erkenntnis, liebes wesen.

Viele liebe Grüße!
r


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Brigitte

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BeitragBeitrag #8 vom 11.04.2020, 20:33  Titel:   

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Hallo Ralf,

zwei Verse aus dem Zauberlehrling:

>Und nun komm, du alter Besen!
....
Seht, er läuft zum Ufer nieder,
....<


vergleiche:

>>Er hatte sie zwölf mal gewetzt,
und oftmals durch den Hof gehetzt<<

Beim Zauberlehrling beginnt der Besen zu leben,
bei Dir die Sichel.

Ich finde das großartig.

Ich wünsche Dir und Deiner Mutter
GESEGNETE OSTERN!

Brigitte
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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #9 vom 12.04.2020, 14:59  Titel:   

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liebe Brigitte - dir auch ein herrliches hasenfest. ich liess mir dazu ein paar verse einfallen. sieh dort.

Viele liebe Grüße!
r
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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #10 vom 21.04.2020, 18:20  Titel: ILLUSTRATION SKETCH  

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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #11 vom 22.04.2020, 15:52  Titel: DAS KIND DER MAGD  

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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #12 vom 22.04.2020, 16:46  Titel:   

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Man weiß Kinder sind unterschiedlich,
der Spross der Magd ist wirklich niedlich.
Auch ist es gar nicht wirklich bitter
der kleine ist ein süßer Zwitter.

Doch Spermien sind nie genormt,
und manchmal etwas mißgeformt.
So lauerten im Mann vom Acker,
manch wahrlich schräger Plasma-Racker.

Ein paar waren im Ei gestrandet
und sind so im Genom gelandet.
Der Kleine hat zwei Riesenaugen,
die sich gleich an die Golduhr saugen.

Er reißt das Ding mir aus der Hand
und ist blitzschnell davon gerannt.
Und was kam nun dabei heraus?
Die Uhr landet im Pfandleihhaus.
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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #13 vom 27.04.2020, 15:33  Titel:   

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Das Kind war mir ans Herz gewachsen,
mit Monsterkopf und krummen Haxen,
liegt es zumeist im Wiesengrün,
wenn bunte Blumen ringsum blühn.

Doch eines Morgens sitzt er unter Erlen,
und leckt dem Nutsch vom Schweiß die Perlen,
vom fetten Schweinehintern ab.
(Frag mich ob's sowas je schon gab?)


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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #14 vom 02.05.2020, 20:47  Titel:   

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Doch eines Morgens sitzt er unter Erlen,
und leckt dem Nutsch vom Schweiß die Perlen,
vom fetten Schweinehintern ab.
(Frag mich ob's sowas je schon gab?)

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Ralfelinchen

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BeitragBeitrag #15 vom 21.05.2020, 23:38  Titel:   

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Um dann dem Ferkel zu gefallen,
hör ich den Kleinen flirtig lallen.
Steckt Minze hinter seine Ohren,
Mrs. Piggy ist in Love verloren.

Sie tollen in der grünen Wiese,
er flicht mal rote und auch diese,
tiefvioletten Blümelein zum Kranz
und schmückt damit des Schweinchens Schwanz.

Es grunzt versaut und blickt entzückt,
die kleinen Äuglein weit entrückt.
(Ich hör schon Trauungsglocken klingen,
dazu den Chor der Ferkel singen)
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