Gedichteforum für deutschsprachige Lyrik und Gedichte
LoginLogin  RegistrierenRegistrieren  FAQFAQ  MitgliederlisteMitgliederliste  BenutzergruppenBenutzergruppen  Gedichte-Forum ÜbersichtForenübersicht
17.04.2021, 07:12

Profil Profil
 Einstellungen
 Private Nachrichten
Suchen Suche
 Beitrag, Thema, Autor
 Eigene Beiträge
 Seit letztem Besuch
 Unbeantwortete Beiträge
Suchen Letzte Themen
 Letzte Themen
 Beiträge von heute
 Beiträge seit gestern
 Beiträge letzter Woche
 Zufallsthema
Der Raeuber kam nach Mitternacht
Neues Thema eröffnen    Neue Antwort erstellen
Gedichteforum -> Toter Winkel
Brigitte

Anmeldedatum: 25.04.2017
Beiträge: 895
Wohnort: Kaernten
BeitragBeitrag #1 vom 13.01.2019, 13:26  Titel: Der Raeuber kam nach Mitternacht  

Zentrieren
DER RÄUBER KAM NACH MITTERNACHT
© Brigitte

Der Räuber kam nach Mitternacht
und hat die Waffe mitgebracht,
die meiner Mutter einst gehörte,
die letzten Jahre vor dem Tod,
als selbiger beim Schlafen störte,
er hat sie damals oft bedroht.

Er suchte ständig was im Raum,
besprach man es, hieß es: „Ein Traum“.
Vor mir stand er nun in der Türe,
mein Blutdruck stieg, mein Herz schlug wild,
ich fühlte, dass ich gleich krepiere,
und seh noch immer dieses Bild.

Er hielt die Waffe gegen mich,
und vor dem Türblatt hielt er sich,
ich täuschte vor, ich würde schlafen,
beim Blinzeln sah ich die Gestalt,
vor Ängsten, die mich plötzlich trafen,
verspürte ich zu viel Gewalt,

darum hab ich mich nicht gewehrt.
Er hat dann den Tresor geleert.
und Schmuck und Bargeld mitgenommen,
den Schlüssel hatte er geklaut,
hab ihn bis heute nicht bekommen,
und als er ging hab ich geschaut;

ich sah, wo er den Zaun bezwang,
und war geschockt, dass es gelang,
mich immer wieder auszurauben.
Ich ging nicht mal zur Polizei,
sie würde mir ja doch nicht glauben,
Ich öffnete den Mund zum Schrei,

als ich den Räuber wieder sah,
schon Tage später war er da,
und es versagte meine Stimme,
ich brachte keinen Ton heraus,
und dann geschah das furchtbar Schlimme,
es schoss aus dem Revolver raus.

Zwei Schüsse gab der Räuber ab,
und flüchtete den Hang hinab.
Dorthin darf ich ihm niemals folgen,
sonst stößt er mich hinab zum Fluss,
die Sonne schien am Himmel golden,
und fühlt nicht, was ich fühlen muss:

Der Räuber hat ein kaltes Herz,
so kalt wie Februar und März,
Respekt vor fremdem Eigentum
hat er bis heute nicht gelernt,
erzogen einst zum Räubertum,
von den Gesetzen weit entfernt.

*

Foto: (c) Brigitte: "Trügerische Idylle - Räubergegend"

Benutzer-Profile anzeigen Offline Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Gedichteforum -> Toter Winkel Seite 1 von 1
Neues Thema eröffnen    Neue Antwort erstellen

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


© 2018 Gedichteforum.at | Impressum | Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies. Für eine uneingeschränkte Nutzung der Webseite werden Cookies benötigt.
Nähere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. OK

Aquaristik-Zentrum Innsbruck | Aquarium-Kosmos