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Gebet der Grausamkeit
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Gedichteforum -> Dunkle Gedichte
kakadu_ty

Anmeldedatum: 10.01.2008
Beiträge: 23
Wohnort: Tirol/Wien
BeitragBeitrag #1 vom 09.04.2008, 03:16  Titel: Gebet der Grausamkeit  

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Es war die Nacht 3.10. 2004



Der Friede sei mit Dir

Doch die Pein liegt in mir

Die Härte Deiner Küsse

Liegt mir schwer im Hirn

Deine Hände

Übersäht mit Nägeln

Blutflüsse

Überlaufen meine Stirn

Weite, windige Strände

In meinem leeren Schädel



Nicht Vater unser

Nur Deiner

Du

Du

Angefochten mein Schutz er

Liegt in ew`ger Ruh



Schildkröten schwimmen sanft

Nacht ist Einsamkeit

Die Hölle mich zerstampft

Der Himmel liegt weit



Schliesse meiner Lichter zu

Und verbannt bist Du



Genäht ist mein Totenkleid

Mein Leben für immer entweiht



Gebet der Grausamkeit

_________________
Nur ein halber Satz folgte; aber diese Halbsätze sind wie hoch droben auf Gebäuden gehißte Fahnen für den Beobachter von Außenansichten tief drunten.
Virginia Woolf, 1922, Jacob`s Room
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Villon´s Krückstock

Anmeldedatum: 03.09.2007
Beiträge: 224
BeitragBeitrag #2 vom 09.04.2008, 06:52  Titel:   

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Hy!

Wow, das muß ich erst verarbeiten...schwerer Stoff.

Nur eine Anmerkung für Zeile 6 einstweilen: "Nägeln"

LG
Irene
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #3 vom 09.04.2008, 08:32  Titel:   

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Ich hoffe, dass Du hier nicht autobiographisch schreibst, denn wenn Du es tätest, wäre es bei solch einem Thema nicht diskutierbar, weil zu privat und damit verletzlich.
Also, wenn es um ein wirkliches Erlebnis mit erheblicher Schwere geht, dann solltest du den Text nicht weiter erklären, dann nimm ihn besser raus.

Er hat ohnehin viele Schwächen.
----------------------------------------

Das Gedicht als solches ist leider kein highlight, kakadu_ty.
Ich kommentiere nur ein paar Stellen:

"Die Härte Deiner Küsse
Liegt mir schwer im Hirn " > wie soll das gehen?

Harte Küsse, die schwer im Hirn liegen... ist mir nicht nachvollziehbar von der Logik her (auch Gedichte brauchen Logik).

" Weite, windige Strände
In meinem leeren Schädel" > Leere im Hirn, obwohl die Küsse noch drinliegen?


Insgesamt recht zusammenhangslos - ein merkwürdiges Konstrukt von Küssen, leeren Schädeln, Einsamkeit, Verbannung, Totenhemden und endlosem Pathos.
Es fügt sich leider nicht zu einem Sinnzusammenhang -
Die Aussage: diffus

Rechtschreibfehler kann man übrigens verbessern!
LG,
jorona
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kakadu_ty

Anmeldedatum: 10.01.2008
Beiträge: 23
Wohnort: Tirol/Wien
BeitragBeitrag #4 vom 23.10.2008, 22:41  Titel:   

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Hai Jorona!

Die härte Deiner Küsse - > die Erinnerungen ist da gemeint. Ist es Dir nicht auch schon mal so ergangen, dass Du an etwas schmerzvolles gedacht hast? Wie hart es sich dann angefühlt hat? Die Erinnerung, wenn die Lippen des anderen auf Deinen liegen...

Logik ist klar! Aber ich schreibe nur, was gerade in mir ist und überlege nicht lange. Ok, vielleicht ist es etwas "Amateur-haft". Doch ich überlege nicht lange herum, ob es nun einwandfrei zusammenpasst. Ein Gedicht entsteht bei mir nur zu ganz bestimmten Anlässen, z.B. "Gefühls-Ausbrüchen". In "Zuständen", wo ich mich gerade befinde. Dann ist wieder Ruhe.

Das mit dem Schädel... -> Denk an Anatomie! Das Hirn liegt im Schädel. Zwischen Hirn und knöchernem Schädel liegt ein Zwischenraum, wo Du Dir diesen Wind und den Strand vorstellen kannst. Strände sind nicht immer positiv! Manche Strände sind sehr groß, heiß und es gibt kein Wasser zu Trinken... Vielleicht bringt dieser Wind auch noch "mein Gehirn" durcheinander...???
Hmmm. Ok, indeed vielleicht für viele etwas curious...
But that`s me.
Aber Danke für das Feedback!!!!! Sehr froh!


Schöne Grüße einer Tirolerin, die nun in Wien lebt...

PS: Jo, NägelN - Sorry, Tippfehler! Smile

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Virginia Woolf, 1922, Jacob`s Room
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #5 vom 24.10.2008, 06:43  Titel:   

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Wenn du dich ohnehin nur auf dich selbst beziehst, brauchst du eigentlich keine Kommentare -
Du bist ja "me"
Ob du damit weiterkommst, wird man sehen.
Aber Vorsicht:
Auch die Lyrik folgt künstlerischen Gesetzmäßigkeiten.
LG, jorona
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kakadu_ty

Anmeldedatum: 10.01.2008
Beiträge: 23
Wohnort: Tirol/Wien
BeitragBeitrag #6 vom 22.01.2009, 00:17  Titel:   

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Hai!
Ich war länger nicht mehr hier...
"Künstlerische Gesetzmäßigkeiten"?
Sind es nicht die Pioniere, die den Weg ebnen?
Vielleicht für neue Straßen oder auch Denkweisen. Und dann gibt es da wieder diese verschiedenen Menschen, die etwas verschieden sehen oder mögen oder auch gut oder schlecht finden.
Ich habe in den letzten Monaten einiges erlebt, was Kunst (z.B. Musik) angeht.
Ich möchte nicht weiterkommen. Ich bin einfach hier. Und ich bringe Menschen gerne zum Nachdenken!
Früher hatte ich solche Angst vor Bewertungen!
Aber jetzt schreibe ich einfach, weil ich es gerne tu` und es in gewissen Situationen meinen Kopf entlastet.
Klar, ich bin für jeden Kommentar dankbar und denke auch darüber nach.
Aber den eigenen Stil sollte man nicht allzusehr umstellen. Ich versuche es diesbezüglich mit Authentizität...
LG, Helga

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Virginia Woolf, 1922, Jacob`s Room
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #7 vom 22.01.2009, 07:18  Titel:   

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Pioniere...wow! Das hört sich toll an.
Aber was steckt dahinter ? Eine Luftblase, wenn du mich fragst.
Ich halte hier niemanden für einen Pionier; dazu muss man sich nämlich die Mühe machen, tief in die Materie zu steigen und vielleicht auch einige der verpönten Gesetzmäßigkeiten beachten.

Natürlich gibt es diese verschiedenen Menschen, die widerum alles verschieden sehen mögen - aber das ist doch kalter Kaffee ... und wird gern benutzt um sich eine Aura der Eigenkreativität zu geben. Nach dem Motto:

"Ich bin mein eigener Schröder"

Du sagst : man sollte den eigenen Stil nicht zu sehr umstellen.
Ich sage: man sollte immer dazulernen und die spannenden Entwicklungen in der Lyrik mitverfolgen und mitgestalten .

DAS nenne ich Kreativität.

Viel Spaß noch.
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kakadu_ty

Anmeldedatum: 10.01.2008
Beiträge: 23
Wohnort: Tirol/Wien
BeitragBeitrag #8 vom 25.03.2009, 15:20  Titel:   

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Ich finde es toll, dass man hier diskutieren kann!

Mit dem "eigenen Stil nicht zu sehr umstellen" meinte ich natürlich nicht, dass man das dazulernen außer Acht lassen soll!

Klar, ich kenne mich überhaupt nicht mit den Entwicklungen in der Lyrik aus. Dazu muß ich mich bekennen. Ich finde Ingeborg Bachmann teilweise sehr gut! Habe auch einige andere Gedichte schon gelesen. Doch nicht wirklich die Veränderungen beachtet oder mich damit beschäftigt.

Ich schreibe, wie gesagt einfach über erlebtes. Ja, autobiographisch vielleicht!
Für mich sind Gedichte erstmal "Erklärungen" meiner selbst. Ich lese auch gerne darüber, wie es anderen "ergeht". Die Kunst seine Gefühle in kurzer Form zu erklären und zwischen den Zeilen zu lesen! Sich "kennenzulernen".

Über Deine Ansichten bin ich jedoch sehr froh, da es sich doch um das dazulernen handelt! Das umdenken usw. in einem, das später dazu führt, dass man auch anderes schreiben kann...

Liebe Grüße, Helga
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